Hier finden Sie interessante Hinweise rund um die Pelz- und Textilpflege*

Pelzpflege

Pelz und Artenschutz

Cashmerepflege

Schädlingsbekämpfung

Pflegesymbole (PDF-Datei zum download)

Infos zu Baumwolle

Infos zu Cashmere/Kaschmir

Infos zu Leinen

Infos zu Chemiefasern

Pelzpflege

Pelze sollten Sie ca. jedes Jahr zu einem Kürschner zur Aufbereitung geben. Auf diese Weise können kleinere Reparaturen sofort durchgeführt werden, bevor aus kleinen Schäden größere Probleme werden. Zudem können diese Fachbetriebe durch Anwendung verschiedener Techniken zur längeren Werterhaltung Ihres Pelzteiles beitragen.

Bewahren Sie Ihr Pelzteil nicht in einer geschlossenen Plastiktüte o.ä. auf. Die beste Aufbewahrungsmöglichkeit besteht aus Aufhängen des Pelzteiles auf einem Kleiderbügel in einer luftdurchlässigen Kleiderhülle. Diese können i.d.R. bei Ihrem Kürschner oder bei uns erworben werden.

Alternativ können Sie Ihr Pelzteil zur Aufbewahrung und Pflege incl. Versicherungsschutz gegen eine Jahresgebühr bei uns abgeben.

Zurück

Pelz und Artenschutz

Zu weiterführenden Informationen als die auf unserer Website genannten verweisen wir an das DPI (Deutsches Pelz Institut).

Internationale und nationale Gesetze und Verordnungen:

  • das WA (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) wird international CITES genannt.
  • BArtSchV (Bundesartenschutzverordnung)
  • Verbindliche Umsetzung des WA (Washingtoner Artenschutzübereinkommens) durch Neuregelung im EG-Recht seit dem 01. Juni 1997 durch die Verordung EG Nr. 338/97 und Nr. 939/97

Der Anhang der Verordnung 338/97 ist in die Rubriken A und B unterteilt. In der Rubrik A sind die Anhang I-Arten des WA (vom Aussterben bedrohte Arten) aufgenommen, Zum Teil sind auch die II-Arten des WA aufgenommen worden, die einem strengen Schutz (Handelsverbot) unterliegen. In die Rubrik B sind die übrigen WA II Arten und zum Teil die WA III Arten übernommen worden.

Leitlinien der Deutschen Pelzbranche zum Tier und Artenschutz

Die deutsche Pelzbranche ist in der Verantwortung. Sie muss für eine einwandfreie und legitime Herkunft der von ihr genutzten Naturgüter garantieren. Deshalb erlegt sie sich die folgenden Leitlinien auf:

Das Kürschnerhandwerk und die gesamte Pelzbranche in der BRD, ihre Betriebe und jeder einzelne Mitarbeiter teilen mit allen Menschen die Fürsorgepflicht gegenüber der Natur, ihrer Artenvielfalt und ihren Ressourcen.

Mehr als andere sind wir dem Schutz wildlebender Tierarten vor Übernutzung oder Ausrottung verpflichtet, ebenso der fürsorglichen Haltung jener Tiere, die der Mensch aufzieht, um sich und seine Haus-und Nutztiere zu ernähren oder sich zu kleiden.

Wir bekennen uns dazu, daß auch wirtschaftliches Denken an ethische Normen gebunden sein muss und die Verantwortung des Menschen für die Natur und ihre Ressourcen zu berücksichtigen hat. Das Ziel, diese zu schonen und zu bewahren, verfolgen wir für gegenwärtige und kommende Generationen.

In unserem traditionsreichen Handwerk, Handel und Gewerbe nutzen wir heute von Tieren für elementare Bedürfnisse des Menschen nach Wärme, Schutz und Schmuck.

Für den Umgang mit Haus-und Nutztieren allgemein und mit Pelztieren im Besonderen fühlen wir uns verpflichtet, deren Bedürfnisse und Anpassungsfähigkeit an die Aufzucht und Haltung durch den Menschen zu erforschen und auf eine Berücksichtigung der Ergebnisse in der Praxis unter Kontrolle von Veterenären zu drängen. Das Schlachten oder Töten der Tiere muss Angstfrei und Leidensarm erfolgen.

Wir stehen zu den Gesetzen, Verordnungen und Ausführungsbestimmungen zum Tier-und Artenschutz. Die gleiche Verpflichtung verlangen wir von Farmern, Züchtern, Jägern und Trappern, auf die wir notfalls moralischen und wirtschaftlichen Druck ausüben.

Wir verpflichten uns, dafür zu sorgen und darüber zu wachen, dass durch unser Handwerk und Gewerbe keine Tierart in Ausrottungsgefahr gerät. Da wir die Erhaltung natürlicher Lebensraäme nur wenig beeinflussen können, fordern wir für den Schutz der Spezies und ihrer Biotope eindeutige gesetzliche Regelungen, Vorschriften und Kontrollen sowie deren strikte Durchsetzung.

Beim Nachweis oder begründeten Verdacht einer Artengefährdung sind wir bereit, mit Verzicht oder Selbstbeschränkung über geltendes Recht hinaus zu gehen. Sinnvolle Projekte der Populationserfassung wildlebender Tiere und der Verhaltensforschung für gehaltene Kreaturen werden wir mit finanzieller Förderung unterstützen.

Zurück

Cashmerepflege

Textilien aus Kaschmir-Strick können nach unserer Erfahrung problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Waschen Sie im Kaltwaschgang
  • Verwenden Sie spezielle Wollwaschmittel
  • Benutzen Sie zur Trocknung niemals den Wäschetrockner.

Legen Sie das zu trocknende Strickteil auf ein Handtuch, ziehen Sie es vorsichtig in Form und lassen Sie es trocknen. Die Trocknung nicht bei direkter Sonneneinstrahlung erfolgen lassen, da es dabei zu Ausbleichungen kommen kann.

Gleiches kann auch für Woll-Stricktextilien gesagt werden.

Entfernung von Flecken sollten Sie Fachleuten (chemische Reinigung) überlassen. Es ist nicht dazu zu raten, eventuell vorhandene Flecken selber zu entfernen. Ein Experte kann in der Detachur (Fleckentfernung) sehr gute Erfolge erzielen, wenn das zu reinigende Textilerzeugnis nicht in irgend einer Weise vorbehandelt wurde.

Grundsätzlich sollten Flecken sofort entfernt werden, weil diese dann besser und gründlicher entfernt werden können. Je länger eine Substanz auf Ihr Gewebe einwirken kann, desto schwieriger ist sie wieder zu entfernen.

Zurück

Schädlingsbekämpfung

Der natürliche Feind von Tierhaaren, ob bei Pelzbekleidung oder Textilerzeugnissen, ist die Mottenraupe. Diese zieht als Premiumnahrungsmittel die Wolle jeder anderen Nahrung vor.

Durch eine spezielle Ausrüstung mit Eulan® wird die Wollfaser für die Mottenraupe dauerhaft ungenießbar. Allerdings kann Eulan® nur bei unbenutzen Textilien und nicht im Haushalt aufgetragen werden. Die spezielle Behandlung des Textilerzeugnisses erfolgt in der Fabrik.

Es existieren für den Haushalt diverse Mittel, um die Zerstörung der Erzeugnisse durch Mottenraupen zu verhindern. Als sehr wirksam haben sich DDT als Kontaktgift (in Deutschland verboten) aber auch Atemgifte wie Naphtalin oder Kampfer herausgestellt.

Zurück

Informationen zu Faserstoffen

Baumwolle

Neben der Deutschen Bezeichnung “Baumwolle” ist der angelsächsische Begriff “Cotton” in der BRD ebenso geläufig und wird synonym verwendet. Das TKG (Textilkennzeichnungsgesetz) definiert “Baumwolle” als Fasern aus dem Samen der Baumwollpflanze (Gossypium) und zeigt keine andere mögliche Schreibweise für Baumwolle auf.

Die Hauptanbaugebiete sind mit Abstand die USA , gefolgt von der ehem. UdSSR und Westafrika.

Die Qualitäten werden jedoch unterschieden in USA-Baumwolle (Sea Island Cotton ist der Wertvollste), Ägyptische Baumwolle (Mako-Baumwolle) und Ostindische Baumwolle.

Die Baumwollfaser hat sehr gute Wärmeleitungseigenschaften und ist sehr luftdurchlässig. Dieses macht die Baumwolle im Sommer zu einem sehr angenehmen Faserstoff. Neben diesen Vorteilen ist Baumwolle sehr strapazierfähig und hat ebenfalls eine sehr gute Feuchtigkeitsaufnahme.

Weitere Vorteile dieses Faserstoffes liegen in der Tatsache, dass er bis zu 95°C waschbar und mit hohen Temperaturen bügelbar ist. Ebenfalls kann die Baumwolle gut chemisch gereinigt werden.

Zurück

Cashmere/Kaschmir

Die korrekte Schreibweise in der BRD ist “Kaschmir”. Diese sieht der Gesetzgeber in dem sog. TKG (Textilkennzeichnungsgesetz) eindeutig vor. Dazu kann der Zusatz Haar oder auch Wolle genannt werden, muss es aber nicht. Neben dieser Bezeichnung findet man allerdings ebenso häufig die angelsächsische Bezeichnung “Cashmere”.

Die Herkunftsländer der Kaschmir-Ziege sind v.a. Indien und Kleinasien, der Lebensraum befindet sich in sehr extremen Höhen (5000m).

Die Feinheit des Faserstoffes beeinflusst den Preis des Kaschmirs. So verwenden nur die besten Garnspinnereien die feine Unterwolle der Kaschmir-Ziege, nicht jedoch die härteren Grannenhaare. Auf diese Weise ergibt sich ergo der höhere Preis für hochwertigsten Kaschmir, da auch die Mengen der Unterwolle wesentlich geringer sind als die Mengen an Grannenhaaren.

Die Kaschmirfaser hat (ähnlich wie die Wolle) sehr gute Wärmehaltungseigenschaften und sorgt somit auch bei kälteren Temperaturen für ein angenehmes, flauschig warmes Gefühl.

Vorteilhaft macht diesen Faserstoff neben anderen auch die Tatsache, dass er waschbar ist (kaltwäsche mit Feinwaschmittel), ebenfalls auch, dass er chemisch gereinigt werden kann.

Nicht zuletzt ist die Kaschmirfaser (die Unterwolle) eine der feinsten und weichsten Naturfasern.

Zurück

Leinen

Das TKG (Textilkennzeichnungsgesetz) definiert “Leinen” oder “Flachs” als Bastfaser aus dem Stengel des Hanfes (Linum usitatissimum). Die Bezeichnung “Reinleinen” darf gem. Auslegung des TKG nur dann für Gewebe gebraucht werden, wenn sowohl der Kett- als auch der Schussfaden aus Leinen besteht.

Die Hauptanbaugebiete für Leinen/Flachs sind die Gebiete der ehem. UdSSR, Irland und auch die BRD.

Bekannt ist Leinen schon seit Jahrtausenden durch die Ägypter, die diesen Faserstoff sowohl für die Herstellung eleganter Priestergewänder als auch für die Mumifizierung benutzten.

Leinen ist ein kühlender Faserstoff mit hohem Feuchtigkeitsaufnahmevermögen. Des Weiteren ist Leinen gut luftdurchlässig und antistatisch, da es einen hohen Gehalt an Feuchtigkeit besitzt.

Leinen ist bis 95°C waschbar, mit hohen Temperaturen bügelbar und gut chemisch zu reinigen.

Zurück

Chemiefasern (allgemein)

Einer Definition des TKG (Textilkennzeichnungsgesetz) folgend, dürfen Fasern aus synthetischen Polymeren nicht mehr (wie bis zum 01.09.1970 erlaubt) “Synthetics” genannt werden. Die Bezeichnung “Synthetics” soll nach Auffassung des Gesetzgebers ausserhalb der Rohstoffgehaltsangabe lediglich als Oberbegriff Verwendung finden.

Grundsätzlich werden Chemiefasern in zwei große Gruppen gegliedert. Die eine Gruppe beinhaltet Chemiefasern aus natürlichem Polymer (wie z.B. Viscose -CV-), die Andere Chemiefasern aus synthetischem Polymer (wie z.B. Polyester -PES-).

Die Feinheit der Fasern ist abhängig vom Durchmesser der Düse, durch die die zu verspinnende Masse (in teilflüssiger Form) gepresst wird. Das so gewonnene Filament (Endlosfaser) wird später zum eigentlichen Garn versponnen, aus dem dann auch Textilbekleidung hergestellt werden kann.

Die Vorteile der auf dem chemisch/meschanischen Wege hergestellten Filamente sind unterschiedlichster Art. Entscheidend ist, für welchen Einsatz sie bestimmt sind.

Die Frage, ob Faserstoffe besser “natürlich” sein sollten oder nicht, kann unter streng wissenschaftlichen Aspekten schwer analysiert werden.

Die Problematik liegt hier in der Tatsache, dass auch sog. “natürliche” Faserstoffe chemischen Veredelungsprozessen unterzogen sind. Daher bleibt fraglich, in wieweit hier von wirklich “natürlichen” Fasern gesprochen werden kann.

Viele Verbraucher berichten von Allergieerscheinungen im Zusammenhang mit Chemiefasern. Hier sind nicht die Rohstoffe die “Allergieauslöser”, sondern die Nachbehandlung der Textilfasern oder fertigen Textilien mit bestimmten Avivagemitteln (sog. Weichmachern).Ebenfalls kann die Veredelung der Fasern oder die Farbe selbst allergische Reaktionen hervorrufen.

Faserstoffe auf Zellulosebasis (natürliche Polymere) können als Pflanzenfasern bezeichnet werden, jedoch nicht als natürliche Fasern.

Zurück

*Wir übernehmen keinerlei Gewährleistung auf die oben genannten Pflegehinweise.

www.pabsthome.com